Melanome der Kopfhaut: Oft schon bei der Diagnose dicker als andere

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Dies könnte eine mögliche Erklärung dafür sein, weshalb die Sterblichkeit bei schwarzem Hautkrebs der Kopfhaut höher ist als bei anderen Melanomen im Kopf-Halsbereich.

Schwarzer Hautkrebs, der auf der Kopfhaut entdeckt wird, wächst oft aggressiv und endet häufiger tödlich als maligne Melanome an anderen Stellen im Kopf-Halsbereich. Diesem Phänomen gingen Wissenschaftler in einer Studie nach. In der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology geben sie eine mögliche Erklärung.

Die Forscher untersuchten rückblickend die Daten von Patienten, bei denen ein malignes Melanom im Kopf-Halsbereich diagnostiziert worden war. Es zeigte sich, dass die Patienten mit einem Melanom der Kopfhaut schlechtere Überlebenschancen hatten – sie starben doppelt so häufig an der Erkrankung wie Patienten mit einem Melanom in anderen Bereichen des Kopfes und Halses. Dies, so die Analyse, ging vermutlich wesentlich darauf zurück, dass die Tumoren bei der Diagnose dicker waren (sogenannte Tumordicke nach Breslow).

Eine zweite Erkenntnis der Studie: Unter den Patienten mit Kopfhautmelanomen fanden sich mehr Männer als Frauen. 

 

Quelle:

Xie, C. et al.: Impact of scalp location on survival in head and neck melanoma: A retrospective cohort study. Journal of the American Academy of Dermatology 2017, 76(3):494–498.e2

 

(kvk)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

Weitere Nachrichten zum Thema Hautkrebs:

Zurück

Aktualisiert am: 25.05.2017 17:35