Melanom – wo, spielt für die Prognose eine Rolle

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Bei bestimmten Stellen am Körper ist die Prognose von schwarzem Hautkrebs ungünstiger als bei anderen. 

Der Krankheitsverlauf und die Überlebensaussichten hängen bei schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom, offenbar auch davon ab, wo sich die Tumoren befinden. Dies geht aus den Ergebnissen einer Studie in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology hervor.

In die Studie wurden 3.570 Patienten mit malignem Melanom einbezogen. Verschiedene mögliche Einflussfaktoren auf die Prognose wurden berücksichtigt. Dabei ergab sich ein erhöhtes Risiko für einen ungünstigen Krankheitsverlauf für Melanome, die sich am Hinterkopf befanden. Bessere Überlebenschancen bestanden hingegen bei Melanomen an den Oberschenkeln, den Unterarmen, den Händen und auf der Vorderseite der Oberarme. Generell waren die Überlebensaussichten bei Melanomen, die auf Hautarealen auftraten, die häufig der Sonne ausgesetzt sind, besser als bei Melanomen an seltenen, verborgenen Stellen.

Dies galt für alle Altersgruppen und sowohl für Frauen als auch für Männer. Da andere Einflussfaktoren auf die Prognose wie die Tumordicke und geschwürige Veränderungen berücksichtigt worden waren, die u.a. mit einer späteren Entdeckung von Tumoren erklärt werden können, kommt dies als Grund für die ungünstigere Prognose bei Tumoren am Hinterkopf oder an seltenen verborgenen Körperstellen nur bedingt in Frage.

 

Quelle:

Howard MD et al. Anatomic location of primary melanoma: Survival differences and sun exposure. Journal of the American Academy of Dermatology 2019, 81(2):500-9

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 17.10.2019 15:58