Melanom auf lichtgeschädigter Haut

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Auf chronisch sonnengeschädigter Haut ist schwarzer Hautkrebs oft nur schlecht zu erkennen. Wissenschaftler beschreiben Merkmale, die auf Krebs hindeuten

Häufige Sonnenbrände können die Haut nachhaltig schädigen und fördern die Entstehung von schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom. Und: Gerade auf chronisch lichtgeschädigter Haut fällt es mitunter besonders schwer, schwarzen Hautkrebs als solchen zu erkennen. Darüber berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology.

Die Forscher untersuchten das Erscheinungsbild von malignen Melanomen bei Patienten, die sich oft und viel der Sonne ausgesetzt und chronische Schäden an der Haut davongetragen hatten. Melanome am Kopf waren von der Untersuchung ausgeschlossen. Das sogenannte lentigo-maligne Melanom kam am häufigsten vor. Hierbei handelt es sich um einen braunen bis braunschwarzen, Millimeter bis Zentimeter großen, meist unscharf begrenzten Fleck, der auch knotig erhaben sein kann. In der Studie waren bei der dermatoskopischen Untersuchung (Auflichtmikroskopie) oft körnige Veränderungen und angewinkelte Linien („kopfsteinpflasterartige“ Muster) zu beobachten. Vor allem bei invasiven Melanomen – sie haben die sogenannte Basalmembran der Haut durchbrochen und wachsen in das umgebende Gewebe ein – fanden sich zudem eingewachsene kleine Blutgefäße.

Wird bei der dermatoskopischen Untersuchung auf sonnengeschädigter Haut eine der drei genannten Veränderungen in einem verdächtigen Hautfleck festgestellt, müsse dem Verdacht nachgegangen werden, dass es sich um ein malignes Melanom handeln könne, so die Studienautoren.

 

Quelle:

Jaimes, N. et al.: Clinical and dermoscopic characteristics of melanomas on nonfacial chronically sun-damaged skin. Journal of the American Academy of Dermatology 2015, 72(6):1027-1035

(kvk)

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Aktualisiert am: 20.10.2017 17:07