Melanom an Kopf oder Hals: Wie operieren?

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Bei der Operation sind verschiedene Techniken möglich. Wichtig ist es, dass der Schnitt im gesunden Gewebe erfolgt, damit keine Tumorreste im Körper verbleiben.

Um schwarzen Hautkrebs, ein malignes Melanom, am Kopf oder Hals zu entfernen, können verschiedene Operationsmethoden angewandt werden. Eine davon ist die sogenannte Mohs-Chirurgie, bei der unter dem Mikroskop fortwährend kontrolliert wird, ob der Schnitt im gesunden Gewebe liegt oder nicht. Einer neuen Untersuchung, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology veröffentlicht wurden, zufolge, ist diese Operationsform sicher und effizient.

In der Studie wurden die Daten von 50. 397 Fällen mit Melanomen im Kopf-Halsbereich ausgewertet. In sieben Prozent der Fälle wurde die Mohs-Chirurgie angewandt, bei den übrigen 93 Prozent die herkömmliche Operation, die sogenannte „weite Exzision“. Während bei der weiten Exzision automatisch ein deutlicher Schnittrand im gesunden Gewebe entsteht, wird bei der Mohs-Chirurgie unter ständiger Kontrolle so lange das Tumorgewebe beschnitten, bis tumorfreies Gewebe erreicht ist.

In der vorliegenden Studie erwies sich die Mohs-Chirurgie der weiten Exzision als nicht unterlegen. Es zeigten sich sogar im Gegenteil leichte Vorteile. So war das Fünf-Jahresüberleben bei den mit Mohs-Chirurgie behandelten Patienten besser als bei den herkömmlich Operierten. Ungünstig für die Prognose war es, wenn Verletzungen (Ulzerationen) auf dem Tumor vorlagen, wenn die Schnittränder bei der Operation nicht tumorfrei waren und wenn ein dickerer Tumor vorlag.

 

Quelle:

Hanson J et al. Improved overall survival of melanoma of the head and neck treated with Mohs micrographic surgery versus wide local excision. Journal of the American Academy of Dermatology 2020, 82(1):149-55

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 30.10.2020 22:09