Mehrfach an schwarzem Hautkrebs erkrankt

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Die Gene könnten eine Rolle spielen.

Erkranken Patienten ein zweites Mal an schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom, sollte über einen genetischen Test nachgedacht werden – unabhängig davon, ob die Erkrankung im Rest der Familie bereits aufgetreten ist oder nicht. Zu dieser Empfehlung kommen italienische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology.

Die Forscher untersuchten bei 587 Patienten, bei denen zwei oder mehr maligne Melanome aufgetreten waren, ob sie bestimmte genetische Varianten aufwiesen. So steht nach früheren Erkenntnissen beispielsweise eine sogenannte Cyclin-dependent Kinase Inhibitor 2A (CDKN2A) Mutation mit der Melanombildung in Verbindung. Sie fand sich bei den nun untersuchten Patienten mit zwei oder mehr Melanomen tatsächlich häufiger als bei Patienten, die bis dato nur einmal an schwarzem Hautkrebs erkrankt waren. Bei Patienten mit mehreren Melanomen, die zusätzlich eine familiäre Häufung der Erkrankung aufwiesen, kam die Mutation besonders oft vor. 

Auch wenn noch kein Fall von schwarzem Hautkrebs in der Familie aufgetreten sei, sollte nach Meinung der Studienautoren Patienten, die zum zweiten Mal daran erkranken, ein Gentest empfohlen werden. Dieser könne unter Umständen eine besondere Neigung für die Erkrankung aufgrund von erblichen Merkmalen aufdecken.

 

Quelle:

Bruno, W. et al.: Multiple primary melanomas (MPMs) and criteria for genetic assessment: MultiMEL, a multicenter study of the Italian Melanoma Intergroup. Journal of the American Academy of Dermatology 2016, 74(2):325-332

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 28.05.2017 17:22