Mehrere aufeinanderfolgende Therapien bei Bauchspeicheldrüsenkrebs lohnenswert

Nachricht vom 13.12.2022

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Wenn sich der Tumor um Nerven herum ausgebreitet hat, kann sich eine adjuvante Therapie zusätzlich zur neoadjuvanten Therapie und Operation lohnen.

Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs kann es sich in bestimmten Fällen lohnen, nach der neoadjuvanten Therapie und der Operation noch eine adjuvante Therapie anzuschließen. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie, die in der Fachzeitschrift JAMA Surgery veröffentlicht wurde.

Für die Studie wurden 430 Patienten gewonnen, bei denen lokal begrenzter Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt worden war. Sie erhielten eine unterstützende neoadjuvante Chemotherapie mit oder ohne begleitender Strahlentherapie vor der Operation, der Tumor konnte dann bei vielen Patienten mithilfe der Operation vollständig entfernt werden. Anschließend wurde noch eine unterstützende adjuvante Chemotherapie mit oder ohne Bestrahlung durchgeführt.

Offenbar profitierten vor allem die Patienten, bei denen sich der Tumor bereits um die Nerven herum abgesiedelt hatte. Diese Patienten haben normalerweise, auch dies wurde in der Studie bestätigt, eine ungünstigere Prognose. Nach einer adjuvanten Therapie jedoch verbesserte sich die Prognose bei ihnen.

Manche Patienten mit lokal begrenztem Bauchspeicheldrüsenkrebs, der bei der Operation vollständig entfernt werden kann, gewinnen durch eine zusätzliche adjuvante Therapie einen Überlebensvorteil, so die Zusammenfassung der Studienautoren. 

 

Quelle:

Hammad AY et al. Evaluation of Adjuvant Chemotherapy Survival Outcomes Among Patients With Surgically Resected Pancreatic Carcinoma With Node-Negative Disease After Neoadjuvant Therapy. JAMA Surgery, Onlinevorabveröffentlichung am 23. November 2022, doi:10.1001/jamasurg.2022.5696

 

(KvK)

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