Mehr Ältere an Leukämie, Myelom oder Lymphom erkrankt

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In Dänemark nimmt die Prävalenz an bestimmten hämatologischen Krebserkrankungen zu.

Die Zahl älterer Menschen mit einer Blut- oder Lymphdrüsenkrebserkrankung wie Non-Hodgkin-Lymphom, multiplem Myelom, chronisch lymphatischer Leukämie (CLL) oder akuter myeloischer Leukämie (AML) in Dänemark nimmt zu. Eine Ursache: Die Therapien haben sich verbessert, sodass die Lebenserwartung trotz bzw. mit diesen Krankheiten gestiegen ist. Dies erhöht die Zahl der aktuell Erkrankten, die sogenannte Prävalenz. Das geht aus einem Bericht in der Fachzeitschrift Acta Oncologica hervor.

Die Forscher analysierten die Daten einer großen dänischen Datenbank der letzten Jahrzehnte. Demnach erkrankten Menschen nach dem 70. Lebensjahr 10- bis 50-mal so oft an einem Non-Hodgkin-Lymphom, multiplen Myelom, CLL oder AML wie jüngere Menschen. Die Erkrankungshäufigkeit an Non-Hodgkin-Lymphomen nahm in der älteren Bevölkerung zu, die Sterberaten blieben stabil oder gingen zurück. Dadurch nahm die Zahl derer, die aktuell an einem Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt sind, insgesamt zu. Auch bei älteren Patienten mit multiplem Myelom oder CLL nahmen das Überleben und damit die Zahl der aktuell Erkrankten zu.  

 

Quelle:

Ociasa, L. F. et al.: Trends in hematological cancer in the elderly in Denmark, 1980–2012. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 19. Januar 2016, DOI:10.3109/0284186X.2015.1115124

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 18.08.2017 15:05