Mantelzelllymphom: Wenn eine Stammzelltransplantation ausgeschlossen ist

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Neues Therapieschema ist erfolgreich.

Eine gute Nachricht für Patienten mit Mantelzelllymphom, für die eine Stammzelltransplantation nicht in Frage kommt. Es gibt ein neues medikamentöses Therapieschema, mit dem sich die Überlebensaussichten offenbar noch einmal deutlich verbessern lassen. Das berichteten Wissenschaftler auf dem diesjährigen Jahreskongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) in München.

An der Studie hatten 487 erwachsene Patienten mit neu diagnostiziertem Mantelzelllymphom teilgenommen. Da sie für eine Stammzelltransplantation nicht in Frage kamen, unterzogen sie sich einer medikamentösen Therapie mit Chemotherapie und dem Antikörper Rituximab, der sich gegen das Oberflächenantigen CD20 richtet. Dieses Oberflächenantigen wird hauptsächlich von B-Lymphozyten gebildet. Wenn Rituximab an CD20 bindet, aktiviert er das körpereigene Immunsystem, gegen die erkrankten Zellen vorzugehen. Die Teilnehmer der Studie erhielten nun entweder das bisherige Standardschema R-CHOP oder ein neues Schema, bei dem auch das Chemotherapeutikum Bortezomib (VR-CAP) eingesetzt wurde.

Unter dem neuen Schema verlängerte sich das Gesamtüberleben der Patienten erheblich. Auch benötigten weniger Patienten in der Folgezeit eine weitere Therapie. Diese Erfahrung der Studie, so die Autoren, müsse in künftige Therapieplanungen bei Patienten mit Mantelzelllymphom einbezogen werden.

 

Quelle:

Annals of Oncology (2018) 29 (suppl_8): viii359-viii371. 10.1093/annonc/mdy286

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 14.12.2018 11:31