Mammographiescreening ist ausgesetzt

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Wegen der aktuellen Pandemiesituation mit SARS-CoV-2 ist das Mammographiescreening zur Früherkennung von Brustkrebs vorübergehend ausgesetzt.

Aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation infolge der Pandemie mit SARS-CoV-2 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 25. März 2020 beschlossen, bis voraussichtlich 30. April 2020 alle Mammographieuntersuchungen im Brustkrebsscreening auszusetzen.

Demnach wird bis zum 30. April 2020 keine der anspruchsberechtigten Frauen zur Teilnahme am Mammographiescreening eingeladen. Diese Frist kann gegebenenfalls durch einen gesonderten Beschluss verlängert werden, sofern die aktuelle Lage dies erfordert. Alle Frauen, die in diesem Zeitraum keine Einladung zum Mammographiescreening bekommen, behalten ihren Leistungsanspruch. Dies gilt auch, wenn sie zum Ende der Aussetzung des Einladungswesens bereits das 70. Lebensjahr vollendet haben. Frauen, die für den betreffenden Zeitraum bereits zu einem Termin eingeladen wurde, erhalten eine schriftliche Benachrichtigung, Ihnen soll später ein Alternativtermin angeboten werden.

Nicht betroffen von diesem Beschluss sind Mammographien zur Abklärung verdächtiger Befunde, die sich bis zum Inkrafttreten der befristet ausgesetzten Einladungen ergeben haben. Solche Befunde müssen auch weiterhin vollständig und fristgemäß abgeklärt werden.

 

Quellen:

Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über die befristete Aussetzung der Einladung zum Mammographie-Screening vom 25. März 2020

ÄrzteZeitung vom 26.03.2020

 

(KvK)

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