Malignes Schleimhautmelanom im Kopf-Halsbereich

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Die Prognose ist noch immer eher ungünstig.

Schwarzer Hautkrebs, das sogenannte maligne Melanom, kann auch in der Schleimhaut im Kopf-Halsbereich (zum Beispiel Mundschleimhaut, Nasenschleimhaut) auftreten. Es handelt sich um eine seltene Erkrankung, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Acta Oncologica zusammenfassen, die tückisch und aggressiv ist.

Die Wissenschaftler werteten dänische Datenregister aus, um alle Fälle von Schleimhautmelanomen im Kopf-Halsbereich der Jahre 1992 bis 2012 in Dänemark zu vergleichen. Es zeigten sich keine Trends für eine Zu- oder Abnahme der Häufigkeit in dieser Zeit. Jedoch wurde die insgesamt ungünstige Prognose bei der Krankheit deutlich: Nach drei Jahren waren weniger als die Hälfte der Patienten noch am Leben (46,5 Prozent), bei knapp zwei Drittel war die Krankheit weiter vorangeschritten. Die Prognose hing von mehreren Faktoren ab: Günstig wirkte es sich aus, wenn der Tumor bei der Operation im Gesunden entfernt werden konnte, also keine Tumorzellen an der Operationsstelle verblieben. Bessere Überlebenschancen hatten zudem Patienten unter 65 Jahren, Patienten, die noch keine Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen hatten und Patienten mit einem Tumor im Frühstadium bei der Diagnose. Grundsätzlich war die Rückfallquote hoch, selbst wenn die Vorzeichen günstig standen.

Noch immer, so die Studienautoren, sei die Prognose bei Schleimhautmelanomen im Kopf-Halsbereich ungünstig. Hier sind weitere Studien notwendig, um die Voraussetzungen für größere Heilungschancen zu schaffen.

 

Quelle:

Lawaetza, M. et al.: Primary mucosal melanoma of the head and neck in Denmark, 1982–2012: Demographic and clinical aspects. A retrospective DAHANCA study. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 31. März 2016, DOI:10.3109/0284186X.2016.1143117

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 25.09.2017 17:07