Malignes Melanom: Unterschiede in den Genen

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Zwischen Männern und Frauen finden sich Unterschiede hinsichtlich genetischer Veränderungen in den Hautkrebszellen

Für die Häufigkeit und den Verlauf von Erkrankungen an schwarzem Hautkrebs, dem sogenannten malignen Melanom, lassen sich Unterschiede zwischen Männern und Frauen beobachten. Wissenschaftler vermuten biologische Ursachen dafür, insbesondere genetischer Natur, die jedoch bislang nicht wirklich festgemacht wurden. Nun führten Forscher eine große Genanalyse bei Tumoren durch, die sich bereits in andere Organe ausgebreitet und dort Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet hatten. Sie berichteten darüber in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute.

Unter den Patienten befanden sich 102 Frauen und 164 Männern. In den Tumorzellen bei Männern fanden sich signifikant mehr Genveränderungen, sogenannte Mutationen, als in den Tumorzellen bei Frauen. Bei einer Gruppe mit weiteren 95 Patienten ergab sich ein vergleichbarer Befund. Zugleich waren bestimmte Genveränderungen in den Tumoren mit einem besseren Überleben verbunden.

Zum ersten Mal, so die Studienautoren, konnten zwischen den Geschlechtern genetische Unterschiede beim metastasierten malignen Melanom festgestellt werden. Diesem Befund müsse in weiteren Studien nachgegangen werden.

 

Quelle:

Gupta, S. et al.: Gender Disparity and Mutation Burden in Metastatic Melanoma. Journal of the National Cancer Institute 2015, 107(11):djv221

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 23.10.2017 21:19