Malignes Melanom in der Familie

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Ein Risikofaktor für eine eigene Erkrankung an schwarzem oder hellem Hautkrebs.

Wenn ein enger Familienangehöriger an schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom erkrankt ist, haben die anderen ebenfalls ein erhöhtes Hautkrebsrisiko – und zwar sowohl für hellen als auch für schwarzen Hautkrebs. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology hervor.

In der Untersuchung wurden die Daten von 216.115 Teilnehmern dreier Studien, der Nurses' Health Study, der Nurse's Health Study 2 und der Health Professionals Follow-up Study, ausgewertet, die mehr als 20 Jahre lang begleitet worden sind. Es zeigte sich, dass Personen, in deren Familie ein Melanom aufgetreten war, ein um 74 Prozent erhöhtes Risiko hatten, selbst an einem Melanom zu erkranken. Auch das Risiko für hellen Hautkrebs war erhöht, wenn auch deutlich geringer: Um 22 Prozent für ein Plattenepithelkarzinom der Haut und um 27 Prozent für ein Basalzellkarzinom

Bei einer familiären Vorgeschichte an malignem Melanom war das Risiko bei Frauen wie Männern für Melanome am Körperstamm erhöht sowie bei Frauen für Melanome und Plattenepithelkarzinome an Armen oder Beinen. Auch wenn die Informationen über die familiäre Vorgeschichte an Melanomen nur auf den Erzählungen der Studienteilnehmer und nicht auf Studien- oder Registerdaten beruhten, ziehen die Studienautoren den Schluss, dass eine familiäre Belastung besteht, wenn ein Angehöriger ersten Grades an schwarzem Hautkrebs erkrankt ist. 

 

Quelle:

Wei EX et al. Having a first-degree relative with melanoma increases lifetime risk of melanoma, squamous cell carcinoma, and basal cell carcinoma. Journal of the American Academy of Dermatology 2019, 81(2):489-99

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 23.08.2019 15:31