Maligne Melanome aus angeborenen oder erworbenen Leberflecken

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Es gibt Unterschiede.

Schwarzer Hautkrebs, das maligne Melanom, kann sich aus angeborenen oder im Laufe des Lebens erworbenen Leberflecken, sogenannten Nävi, entwickeln. Wissenschaftler untersuchten in einer Studie, ob es dabei Unterschiede gibt. Sie berichteten über ihre Erkenntnisse in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology & Venerology.

Die Forscher untersuchten 165 Nävus-assoziierte Melanome auf ihr Aussehen und ihre Eigenschaften. Bei vielen der Melanome waren noch deutliche Merkmale eines Nävus zu erkennen. Die Melanome, die sich aus angeborenen Leberflecken entwickelt hatten, betrafen häufiger jüngere Menschen und waren bei ihrer Entdeckung schon stärker in die Tiefe gewachsen (Breslow-Dicke). Zudem wiesen sie oft kleine Pünktchen bzw. Globuli und eine dunkle Färbung auf, während sich Melanome aus erworbenen Nävi häufiger durch helle, nicht-pigmentierte strukturlose Areale auszeichneten. Melanome aus erworbenen Nävi traten häufiger bei älteren Patienten auf.

Die Forscher konnten in ihrer Studie somit deutliche Unterschiede zwischen malignen Melanomen, die sich aus angeborenen oder erworbenen Leberflecken entwickelt hatten, ausmachen. 

 

Quelle:

Zalaudek I et al. Clinical and dermoscopic characteristics of congenital and noncongenital nevus-associated melanomas. Journal of the American Academy of Dermatology & Venerology 2020, 83(4):1080-7

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 27.11.2020 19:40