Lymphknotenbefall bei Merkelzellkarzinom

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Sagt viel über die Überlebensaussichten aus.

Wenn sich ein Merkelzellkarzinom, eine besonders aggressive Form von nicht-melanozytärem Hautkrebs, bereits mit Tochtergeschwülsten, sogenannten Metastasen, in Lymphknoten oder andere Organe ausgebreitet hat, sinken die Überlebensaussichten. Die Zahl der befallenen Lymphknoten ist dabei für die Prognose entscheidend, so ein Bericht in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology.

In der Studie wurden die Daten von 3.670 Patienten ausgewertet, die sich wegen eines Merkelzellkarzinoms einer Operation unterziehen mussten. Je mehr Lymphknoten bei ihnen befallen waren, desto ungünstiger wurde die Prognose, das Sterberisiko stieg mit jedem weiteren Lymphknotenbefund. Bei neun und mehr befallenen Lymphknoten war es beispielsweise sechsfach höher als bei Patienten ohne Lymphknotenbefall.

Damit, so die Studienautoren, habe sich gezeigt, dass die Anzahl an Lymphknotenmetastasen beim Merkelzellkarzinom entscheidenden Einfluss auf das Überleben der Patienten habe.

 

Quelle:

Nguyen AT et al. Quantitative metastatic lymph node burden and survival in Merkel cell carcinoma. Journal of the American Academy of Dermatology, Onlinevorabveröffentlichung am 16. Januar 2021, DOI:https://doi.org/10.1016/j.jaad.2019.12.072

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 17.06.2021 08:21