Lymphknotenbefall bei malignem Melanom

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Wann ist die Gefahr, dass bei dünnen Melanomen der Sentinellymphknoten befallen ist, am größten?

Schwarzer Hautkrebs, das maligne Melanom, ist eine tückische Erkrankung: Selbst, wenn die Tumoren noch ziemlich dünn sind, können sie sich schon in die Lymphknoten und von dort aus in den ganzen Körper ausgebreitet haben. Deshalb lohnt es unter Umständen, den Sentinellymphknoten (auch „Wächterlymphknoten“ genannt) zu untersuchen, der dem Tumor am nächsten liegt. Wissenschaftler untersuchten, wann die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem noch dünnen Melanom der Sentinellymphknoten befallen ist, am größten ist. Über ihre Erkenntnisse berichteten sie in der Fachzeitschrift Journal oft the American Academy of Dermatology.

Ausgewertet wurden die Daten von 9.186 Patienten, die in einer großen Datenbank zwischen 2004 und 2014 erfasst worden waren. Alle waren an schwarzem Hautkrebs erkrankt, bei allen war der Tumor höchstens 1 mm (nach Breslow) dick, und bei allen war der Sentinellymphknoten mittels Biopsie untersucht worden. 

Die Forscher konnten einige Risikofaktoren für einen Befall des Sentinellymphknotens identifizieren: Jüngeres Alter als 60 Jahre, eine Tumordicke (nach Breslow) von mehr als 0,8 mm, eine Verletzung der Oberhaut am Tumor (Ulzeration) und eine hohe Teilungsrate der Tumoren (Mitoserate). Letztere bedeutet eine rasche Vermehrung der Krebszellen und damit ein schnelles Tumorwachstum. So hatten Patienten mit einer hohen Mitoserate ein besonders hohes Risiko, dass auch der Sentinellymphknoten schon vom Krebs befallen war.

 

Quelle:

Conic R Z et al. Predictors of Sentinel Lymph Node Positivity in Thin Melanoma Using the National Cancer Database. Journal of the American Academy of Dermatology, Onlinevorabveröffentlichung am 18. September 2018, DOI: https://doi.org/10.1016/j.jaad.2018.08.051

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 20.11.2018 15:38