Lymphknotenbefall bei Enddarmkrebs

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Jüngere Patienten haben offenbar ein höheres Risiko, dass der Tumor Lymphknoten befällt.

Bei der Diagnose von Enddarmkrebs (Rektumkarzinom) spielt es für die Therapie eine entscheidende Rolle, ob bereits Lymphknoten vom Tumor befallen sind oder nicht. Wissenschaftlern in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute zufolge haben jüngere Patienten offenbar ein höheres Risiko dafür als ältere.

Die Forscher analysierten die Daten von mehr als 56.000 Patienten mit Enddarmkrebs im Stadium I-III, die operiert wurden und bei denen mindestens ein Lymphknoten auf einen möglichen Krebsbefall untersucht worden war. Keiner hatte eine unterstützende Therapie vor der Operation erhalten. Unter den Patienten waren rund zwei Prozent im Alter von 20 bis 39 Jahren bei der Diagnose, siebeneinhalb Prozent im Alter von 40 bis 49 Jahren. Sie wurden in der Untersuchung als „jung“ definiert.

Egal in welchem Tumorstadium – die jüngeren Patienten waren anteilsmäßig immer häufiger von einem Lymphknotenbefall betroffen als die älteren. In den Tumorstadien T2 und T3 sagte ein jüngeres Lebensalter mit statistischer Signifikanz eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine größere Zahl befallener Lymphknoten vorher.

Ein jüngeres Lebensalter bei der Diagnose von Enddarmkrebs gehe offenbar mit einem höheren Risiko für einen Lymphknotenbefall einher, so die Interpretation der Studienautoren. Bei jüngeren Patienten mit einem Tumor im Frühstadium sei daher grundsätzlich verstärkte Aufmerksamkeit geboten.

 

Quelle:

Meyer, J. E. et al.: Young Age Increases Risk of Lymph Node Positivity in Early-Stage Rectal Cancer. Journal of the National Cancer Institute 2016, 108(1):djv284; doi: 10.1093/jnci/djv284

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 21.09.2017 16:40