Lymphknoten bei Darmkrebs entfernen?

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In manchen Fällen kann das die Prognose verbessern.

Wenn bei Patienten mit rechtsseitig gelegenem Darmkrebs im Stadium I-III bei der Operation die Lymphknoten mitentfernt werden, verbessern sich womöglich die Überlebensaussichten. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Lancet Oncology.

In der Studie wurden die Daten von 1.069 Patienten aus vier Krankenhäusern in Dänemark ausgewertet. Die Patienten waren an einem auf der rechten Darmseite gelegenen Adenokarzinom im Stadium I bis III erkrankt. Bei 256 von ihnen wurden bei der Operation neben dem Tumor auch die umgebenden Lymphknoten entfernt, bei den übrigen nicht. Der Eingriff, der als komplette mesokolische Exzision bezeichnet wird, umfasst die Entfernung von mehr als zwölf Lymphknoten im dem Tumor am nächsten gelegenen Lymphabflussgebiet.

Einen Rückfall gab es bei knapp zehn Prozent derjenigen, bei denen die Lymphknoten mitentfernt worden waren, und bei rund 18 Prozent der anderen. Auch das Sterberisiko war nach der Lymphknotenentfernung geringer.

Offenbar, so die Interpretation der Studienautoren, könne eine komplette Entfernung der Lymphknoten bei der Operation von Patienten mit rechtsseitig gelegenem Darmkrebs im Stadium I bis III die Prognose verbessern. 

 

Quelle:

Bertelsen CA et al. 5-year outcome after complete mesocolic excision for right-sided colon cancer: a population-based cohort study. Lancet Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 13. September 2019, DOI:https://doi.org/10.1016/S1470-2045(19)30485-1

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 14.10.2019 16:43