Lymphdrüsenkrebs der Haut

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In einer Studie wurden die Besonderheiten von T-Zelllymphomen der Haut untersucht: Eine Möglichkeit, die Prognose bei der Erkrankung zu verbessern? - Rechtzeitig die richtige Diagnose stellen.

Das sogenannte periphere T-Zelllymphom ist eine seltene und aggressive Erkrankung, die auch in der Haut auftreten kann. In einer Studie kristallisierten Wissenschaftler die Besonderheiten solcher T-Zelllymphome der Haut heraus. Sie berichteten darüber in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology.

Die Forscher bewerteten rückblickend die Daten von 30 Patienten, die an einem peripheren T-Zelllymphom der Haut erkrankt waren. T-Zelllymphome sind eine Form von Lymphdrüsenkrebs – in Lymphknoten, der Milz, Leber, im Knochenmark oder in anderen Organen wie eben der Haut sammeln sich bösartig veränderte T-Lymphozyten an, die zu den weißen Blutzellen zählen und für die Immunabwehr verantwortlich sind.

Bei Lymphomen, die nur die Haut betreffen, frühere Diagnose

Bei 14 Patienten war die Erkrankung ausschließlich auf die Haut beschränkt, bei 15 betraf sie auch andere Organe, war also „systemisch“. Bei den Patienten, bei denen sich die Erkrankung nur in der Haut befand, war die Diagnose in den meisten Fällen innerhalb weniger Monate, nachdem die ersten Symptome aufgetreten waren, gestellt worden. Nach fünf Jahren waren von diesen Patienten noch 61 Prozent am Leben.

Bei den Patienten, bei denen neben der Haut noch andere Organe betroffen waren, dauerte es im Durchschnitt länger, bis die richtige Diagnose gestellt worden war – bei der Hälfte der Patienten sechs Monate und länger, nachdem sich die ersten Beschwerden gezeigt hatten. Je mehr Zeit vom Beginn der ersten Symptome bis zur richtigen Diagnose vergingen, desto größer war das Risiko, an der Erkrankung zu versterben. 

Da es sich beim peripheren T-Zelllymphom der Haut um eine seltene Erkrankung handelt, standen den Wissenschaftlern auch nur die Daten einer kleinen Patientengruppe zur Verfügung. Dennoch konnten sie einige Fakten zur Erhellung der Krankheit beitragen. Als Risikofaktoren für eine ungünstige Prognose kristallisierten sich ein höheres Lebensalter bei der Diagnose und bestehende B-Symptomatik (Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust) heraus. Zudem hatten Patienten, die mehrere Lymphomläsionen aufwiesen und solche mit Haut- und systemischer Beteiligung schlechtere Überlebenschancen.

 

Quelle:

Tolkachjov, S. N. et al.: Cutaneous peripheral T-cell lymphoma, not otherwise specified: A single-center prognostic analysis. Journal of the American Academy of Dermatology 2016, 75(5):992-999

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 21.11.2017 17:21