Lungenkrebs: Unterstützende Chemotherapie auch bei älteren Patienten

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Auch ältere Patienten können von einer adjuvanten Chemotherapie profitieren, wenn sie an nicht-kleinzelligem Lungenkrebs in einem früheren Stadium erkrankt sind

Bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, der noch nicht in andere Organe gestreut hat, kann eine unterstützende (adjuvante) Chemotherapie nach der Operation die Überlebensaussichten der Patienten verbessern. Dies gilt auch für ältere Patienten jenseits des 70. Lebensjahres, wie Wissenschaftler kürzlich in der Fachzeitschrift Cancer berichteten.

Die Forscher stützten sich auf eine Datensammlung von mehr als 7.500 Veteranen, die sich einer Operation wegen nicht-kleinzelligem Lungenkrebs im Stadium IB bis III unterzogen hatten. Knapp 40 Prozent der Patienten waren mindestens 70 Jahre alt.  Von den jüngeren Patienten erhielt knapp ein Drittel eine adjuvante Chemotherapie, bei den älteren waren es 15 Prozent, wobei am häufigsten eine Carboplatin-basierte Therapie verwendet wurde. Profitieren konnten beide Gruppen: Sowohl bei den jüngeren, als auch bei den älteren Patienten sank infolge der adjuvanten Chemotherapie das Sterberisiko.

Ein höheres Lebensalter solle kein Ausschlussgrund für eine adjuvante Chemotherapie bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs sein, sofern der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten eine solche Behandlung zulasse, so die Einschätzung der Studienautoren.

 

Quelle:

Kishor Ganti, A. et al.: Effect of age on the efficacy of adjuvant chemotherapy for resected non-small cell lung cancer. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 14. April 2015, DOI: 10.1002/cncr.29360

(kvk)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

Mehr zum Thema Krebs:

Zurück

Aktualisiert am: 20.09.2017 22:05