Lokal fortgeschrittene Kopf-Halstumoren

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Intensivierte Chemostrahlentherapie bringt Überlebensvorteile.

Eine intensive Chemostrahlentherapie kann Patienten mit lokal fortgeschrittenem Kopf-Halstumor Überlebensvorteile bringen. Dies berichteten Wissenschaftler, die zusammenfassend 115 kontrollierte Studien mit insgesamt fast 29.000 Patienten auswerteten, in der Fachzeitschrift Lancet Oncology.

Die Beobachtungszeit in den Studien betrug im Durchschnitt rund sechseinhalb Monate. Bei allen Patienten war der Kopf-Halstumor zu Beginn zwar lokal fortgeschritten, hatte sich aber noch nicht mit Metastasen in andere Organe ausgebreitet. Für das Gesamtüberleben erwies sich die gleichzeitige Durchführung einer hypofraktionierten Strahlentherapie und einer Chemotherapie als optimal. Bei der hypofraktionierten Bestrahlung wird die einzelne verabreichte Strahlendosis erhöht, die Gesamtzeit der Strahlentherapie dafür verkürzt. Verglichen wurde die Kombination von Strahlen- und Chemotherapie mit anderen lokoregionalen Therapien. Auch eine Einleitungschemotherapie gefolgt von lokoregionaler Behandlung erwies sich als wirksam.

Die Untersuchung zeige, dass eine intensivierte Chemostrahlentherapie eine gute Behandlungsoption für Patienten mit lokal fortgeschrittenem Kopf-Halstumor darstellt.

 

Quelle:

Petit C et al. Chemotherapy and radiotherapy in locally advanced head and neck cancer: an individual patient data network meta-analysis. Lancet Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 13. April 2021, DOI:https://doi.org/10.1016/S1470-2045(21)00076-0

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 21.06.2021 15:04