Lichttherapie für die Haut bei Mycosis fungoides

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Im Frühstadium können Patienten mit dieser Form von T-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom wirksam und sicher mit Lichttherapie behandelt werden.

Patienten mit früher Mycosis fungoides, einem Non-Hodgkin-Lymphom der Haut, haben keine Nachteile zu befürchten, wenn sie mit PUVA anstelle einer Schmalband-UV-B-Bestrahlung behandelt werden. Laut einer Studie in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology verschwinden die Tumoren unter PUVA sogar häufiger vollständig. 

In der Untersuchung bewerteten die Forscher die Daten aus insgesamt sieben Studien mit 778 Patienten, die an einer Mycosis fungoides im Frühstadium litten. Es handelt sich dabei um ein meist nur wenig aggressiv, eher chronisch verlaufendes T-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom der Haut, bei dem scharf begrenzte, schuppende Herde auf der Haut auftreten, die stark jucken können. Im weiteren Verlauf entwickeln sich daraus bräunliche Plaques und schließlich halbkugelige Tumoren. Dann können auch die Lymphknoten und andere Organe wie die Leber und Milz befallen werden.

Verglichen wurde die Wirksamkeit von PUVA und Schmalband-UV-B-Bestrahlung. Bei PUVA handelt es sich um eine Photochemotherapie mit einer Kombination aus Psoralenen und UV-A (langwelliges UV-Licht). Bei der Schmalband-UVB-Bestrahlung kommt UV-Licht mit einer Wellenlänge um 311 nm zum Einsatz. In den sieben ausgewerteten Studien wurden 527 Patienten mit PUVA und 251 Patienten mit Schmalband-UV-B-Bestrahlung behandelt. 

Rund 91 Prozent der Patienten sprachen auf PUVA und rund 88 Prozent auf die Schmalband-UV-B-Bestrahlung an. Ein vollständiges Ansprechen mit Verschwinden des Tumors gab es bei rund 74 Prozent der mit PUVA und 62 Prozent der mit Schmalband-UV-B-Bestrahlung Behandelten – der Unterschied war signifikant. Nebenwirkungen wie Hautrötungen, Übelkeit, Juckreiz, Lichtschäden auf der Haut, Verdauungsstörungen wie Aufstoßen, Völlegefühl und Blähungen oder Schmerzen traten bei beiden Therapien in vergleichbarem Maße auf und waren insgesamt selten.

Damit, so die Studienautoren, haben sich sowohl PUVA als auch Schmalband-UV-B-Bestrahlung als gut verträgliche und wirksame Behandlungsoptionen bei früher Mycosis fungoides erwiesen. 

 

Quelle:

Phan K et al. Comparison of Narrowband UV-B With Psoralen–UV-A Phototherapy for Patients With Early-Stage Mycosis Fungoides. A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA Dermatology, Onlinevorabveröffentlichung am 30. Januar 2019, doi:10.1001/jamadermatol.2018.5204

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 18.03.2019 13:49