Leberkrebs: Offen oder minimal-invasiv operieren

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Beide chirurgischen Verfahren sind kurz- und langfristig effizient

Wenn Leberkrebs operiert werden soll, gibt es zwei Möglichkeiten: die herkömmliche „offene“ Operation und die minimal-invasive Operation („Schlüsselloch-Chirurgie“) mittels Bauchspiegelung (Laparoskopie). In einer Studie verglichen Wissenschaftler, ob die beiden Verfahren einander ebenbürtig sind, selbst wenn es sich um größere Tumoren handelt oder um Tumoren, die nicht am Leberrand liegen, sodass eine ausgedehnte Operation nötig ist. Die Forscher berichteten über ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Journal of Hepatology.

389 Patienten mit Leberkrebs wurden in die Studie aufgenommen und erhielten entweder eine offene oder eine laparoskopische Operation. Nach dem minimal-invasiven Eingriff kam es seltener zu Komplikationen, der erforderliche Klinikaufenthalt war im Durchschnitt zwei Tage kürzer (acht Tage gegenüber zehn Tagen). Die Überlebensraten nach einem, drei und fünf Jahren unterschieden sich zwischen den Gruppen ebenso wenig wie das krankheitsfreie Überleben.

Die beiden operativen Verfahren, so das Fazit der Studienautoren, seien bei der Entfernung von Leberkrebs sowohl kurz- als auch langfristig gleichermaßen effizient und könnten den Patienten als Behandlungsalternative angeboten werden – vorausgesetzt, sie werden von Spezialisten ausgeführt.

 

Quelle:

Han, H.-S. et al.: Laparoscopic versus open liver resection for hepatocellular carcinoma: Case - matched study with propensity score matching. Journal of Hepatology, Onlinevorabveröffentlichung am 11. April 2015, DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.jhep.2015.04.005

(kvk)

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Aktualisiert am: 25.05.2017 17:35