Leberkrebs aus Leberzirrhose: Wann wahrscheinlicher?

Nachricht vom 24.08.2023

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Bestimmte Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich aus einer bestehenden Leberzirrhose Krebs entwickelt.

Eine Leberzirrhose, bei der sich das Lebergewebe verhärtet und seine Funktionsfähigkeit verliert, gilt als ein Ausgangspunkt für Leberkrebs. Jedoch bei längst nicht allen Patienten mit Leberzirrhose entwickelt sich auch tatsächlich ein bösartiger Tumor. In einer Studie, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift Gastroenterology veröffentlich wurden, untersuchten Wissenschaftler potenzielle Risikofaktoren.

Die Forscher werteten die Daten von 1.723 Patienten aus, die wegen einer Leberzirrhose medizinisch überwacht wurden. Während des Beobachtungszeitraums von rund zwei Jahren entwickelten sich 109 Leberkrebsfälle, was einer Rate von 2,4 pro 100 Personenjahre entspricht. Bei der Mehrheit von ihnen befand sich der Tumor bei der Entdeckung noch in einem sehr frühen oder frühen Stadium. 

Männer erkrankten häufiger an Leberkrebs als Frauen. Auch das Lebensalter, Fettleibigkeit (Adipositas mit Body Mass Index BMI von über 30 kg/m2), eine Vorgeschichte an Hepatitis C, eine Familiengeschichte mit Leberkrebs, eine bereits länger bestehende Leberzirrhose und erhöhte Leberwerte kristallisierten sich als Risikofaktoren heraus.

In dieser Studie konnten Faktoren identifiziert werden, die das Risiko dafür, dass sich aus einer bestehenden Leberzirrhose Krebs entwickelt, noch erhöhen, so die Zusammenfassung der Studienautoren. Bei Patienten mit solchen Risikofaktoren ist bei der medizinischen Betreuung noch einmal mehr Aufmerksamkeit geboten, um eventuelle Tumoren rechtzeitig zu bemerken und zu behandeln.

 

Quelle:

Reddy KR et al. Incidence and Risk Factors for Hepatocellular Carcinoma in Cirrhosis: The Multicenter Hepatocellular Carcinoma Early Detection Strategy (HEDS) Study. Gastroenterology, Onlinevorabveröffentlichung am 8. Juli 2023, DOI:https://doi.org/10.1053/j.gastro.2023.06.027

 

(kvk)

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