Lebensqualität durch Immuntherapie bei Speiseröhrenkrebs nicht beeinträchtigt

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Bei einer Immuntherapie in der Zweitbehandlung kann die Lebensqualität auf ähnliche Weise erhalten werden wie bei einer Chemotherapie.

Bei fortgeschrittenem Speiseröhrenkrebs zahlt sich in der Zweitbehandlung der Einsatz einer Immuntherapie mit einem Checkpoint-PD1-Blocker aus – er kann die Überlebenszeit verbessern. Die Lebensqualität leidet unter dieser Behandlung im Vergleich zur Chemotherapie nicht, wie eine weitere Analyse der KEYNOTE-181-Phase III-Studie zeigte. Die Ergebnisse zur Lebensqualität erschienen in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology.

Die Forscher hatten parallel zur Erhebung der Überlebensdaten die Patienten auch zu ihrem jeweiligen Befinden und der Lebensqualität befragt. 387 Patienten mit einem fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre hatten an der Studie teilgenommen und waren in der Zweitbehandlung entweder mit einer Immuntherapie mit einem PD1-Blocker oder mit Chemotherapie behandelt worden. Die Befragungen zur Lebensqualität erfolgten zu Beginn und in Woche neun.

Die Angaben, die die Patienten bei dieser Befragung machten, waren zwischen beiden Gruppen vergleichbar. Ein Unterschied in der Lebensqualität zeigte sich nicht. Damit, so die Studienautoren, habe sich gezeigt, dass die Immuntherapie in der Zweitbehandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Speiseröhrenkrebs die Lebensqualität im Vergleich zur Chemotherapie nicht beeinträchtige.

 

Quelle:

Adenis A et al. Impact of Pembrolizumab Versus Chemotherapy as Second-Line Therapy for Advanced Esophageal Cancer on Health-Related Quality of Life in KEYNOTE-181. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 3. November 2021, DOI https://doi.org/10.1200/JCO.21.00601

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 26.11.2021 16:25