Langzeitwirkung der Immuntherapie bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs

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Auch langfristig mit guten Ergebnissen.

Patienten mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs profitieren auch langfristig von einer Immuntherapie mit einem PD1-Blocker, vorausgesetzt der Tumor bildet viel PD-L1. Das berichteten Wissenschaftler von der Phase III-Studie KEYNOTE-024 in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology.

An der Studie nahmen 305 Patienten mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs teil. Sie erhielten eine Immuntherapie mit einem PD1-Blocker oder eine platinbasierte Chemotherapie. Von den Patienten, die initial eine Chemotherapie erhalten hatten, wechselten zwei Drittel nachfolgend noch zu einer Immuntherapie mit einem PD1- oder PD-L1-Blocker.

Die Gesamtüberlebenszeit war nach einer Beobachtungszeit von rund fünf Jahren unter der Immuntherapie signifikant besser als unter der Chemotherapie. So war in der Immuntherapiegruppe nach fünf Jahren noch fast ein Drittel der Patienten am Leben, in der Chemotherapiegruppe waren es signifikant weniger.

Von den 39 Patienten, die fast zwei Jahre lang mit dem PD1-Blocker behandelt worden waren, lebten nach fünf Jahren noch 82 Prozent. Verstärkte Nebenwirkungen traten mit zunehmender Zeit nicht auf.

Nach Ansicht der Studienautoren habe sich gezeigt, dass bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, der viel PD-L1 bildet, mit einer Immuntherapie mit einem PD1-Blocker ein gutes langanhaltendes Ansprechen erreicht werden könne.

 

Quelle:

Reck M et al. Five-Year Outcomes With Pembrolizumab Versus Chemotherapy for Metastatic Non–Small-Cell Lung Cancer With PD-L1 Tumor Proportion Score ‡ 50%. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 19. April 2021, DOI https://doi.org/10.1200/JCO.21.00174

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 28.09.2021 17:54