Künstliches UV-Licht als Hautkrebsrisiko

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Auch das UV-Licht in Sonnenstudios erhöht das Risiko für hellen und schwarzen Hautkrebs.

In einer Studie untersuchten Wissenschaftler aus Kanada, wie es sich mit dem Zusammenhang von künstlichem UV-Licht in Sonnenstudios und der Entwicklung von Hautkrebs verhält. Demnach gehen wohl vor allem bei jungen Frauen viele Krankheitsfälle auf das Konto der künstlichen Sonnenbanken. Der Bericht erschien in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology.

Seit längerem ist bekannt, dass auch das künstliche UV-Licht ein Risikofaktor für Hautkrebs ist. Aus diesem Grund ist der Besuch von Sonnenstudios in Deutschland erst ab der Volljährigkeit, also ab 18 Jahren erlaubt. In der Studie stützten sich die Forscher auf das kanadische Krebsregister.

Tatsächlich hatten Personen, die mindestens einmal ein Sonnenstudio zum Bräunen aufgesucht hatten, ein erhöhtes Risiko für sowohl schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) als auch für hellen Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom). Die Forscher errechneten, dass sieben Prozent aller Erkrankungen am malignen Melanom, rund fünf Prozent aller Erkrankungen am Basalzellkarzinom und siebeneinhalb Prozent aller Erkrankungen am Plattenepithelkarzinom der Haut mit der Nutzung künstlicher Sonnenbanken in Verbindung standen. Das höchste Risiko bestand bei jungen Frauen.

In Kanada gehe offenbar ein nicht zu unterschätzender Anteil von Hautkrebsfällen vermutlich auf das Konto künstlicher Sonnenbanken, so die Studienautoren. 

 

Quelle:

O’Sullivan DE et al. Indoor tanning and skin cancer in Canada: A meta-analysis and attributable burden estimation. Cancer Epidemiology 2019, 59:1-7

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 18.11.2019 10:48