Krebsvorbeugung III: Rauchen – ein zu hohes Krebsrisiko

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Auf der Liste von Möglichkeiten zur Vorbeugung von Krebserkrankungen steht das Rauchen bei Experten weit oben

Ein bestens bekannter Risikofaktor für viele Krebserkrankungen ist das Rauchen. Vermutlich acht von zehn Erkrankungen an Lungenkrebs beispielsweise sind auf Tabakrauch zurückzuführen. Darauf verweisen Experten der European Code against Cancer Working Group in einem zusammenfassenden Artikel in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology.

Die gute Nachricht des Berichts lautet: Immer weniger Menschen in Europa rauchen. Waren es in den 15 EU-Staaten im Jahr 2002 noch 39 Prozent, sank der Raucheranteil in den mittlerweile 27 EU-Ländern bis zum Jahr 2012 auf 28 Prozent. Doch noch immer sind es viele Menschen, die den Verlockungen des Glimmstängels verfallen sind - vermutlich 31 Prozent der Männer und 24 Prozent der Frauen.

Krebserregende Substanzen sind in einer Zigarette zahlreich enthalten: Polyzyklische aromatische Hydrocarbone, tabakspezifische N-Nitrosamine, aromatische Amine, Aldehyde und verschiedene organische Komponenten. Nikotin führt zudem zur Abhängigkeit. Und auch die durch Tabakrauch verursachbaren Krebserkrankungen sind zahlreich: Neben Lungenkrebs sind hier vor allem Blutkrebserkrankungen, insbesondere myeloische Leukämien, zu nennen, aber auch Darmkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Nierenkrebs, Kehlkopfkrebs, Leberkrebs, Speiseröhrenkrebs, Mundhöhlenkrebs, Nasen- und Nasennebenhöhlenkrebs, Rachenkrebs, Eierstockkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Magenkrebs, Harnblasenkrebs und Harnleiterkrebs. Das mit Abstand höchste Risiko besteht für Lungenkrebs.

Die Empfehlung der Experten zur Vorbeugung von Krebserkrankungen ist eindeutig: „Rauche nicht. Konsumiere Tabak auch nicht in anderer Weise“.

 

Quelle:

Leon, M. E. et al.: European Code Against Cancer, 4th edition: Tobacco and cancer. Cancer Epidemiology 2015, http://dx.doi.org/10.1016/j.canep.2015.06.001

 

(kvk)

 

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Aktualisiert am: 28.09.2016 16:20