Krebs nach Brustkrebs

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Bestimmte Risikofaktoren tragen zu einem erhöhten Risiko bei

Frauen, die bereits eine Brustkrebserkrankung überstanden haben, können, so zeigt es die Erfahrung, häufiger ein zweites Mal an Krebs der Brust oder eines anderen Organs erkranken. Dabei haben manche Frauen offenbar ein höheres Risiko als andere. Wissenschaftler versuchen, die Risikofaktoren zu identifizieren, weil dies womöglich bei der Prävention helfen kann. Die Ergebnisse einer großen Studie zu diesem Thema erschienen kürzlich in der Fachzeitschrift International Journal of Cancer.

Die Forscher beobachteten über elf Jahre den gesundheitlichen Verlauf bei rund 10.000 Frauen, bei denen zuvor invasiver Brustkrebs diagnostiziert worden war. Rund 500 neue Krebsfälle traten in dieser Zeit auf, darunter auch Erkrankungen der zweiten Brust. Es stellte sich heraus, dass Brustkrebspatientinnen gegenüber der Allgemeinbevölkerung ein um 30 Prozent erhöhtes Risiko für eine zweite Krebserkrankung haben, wobei in dieser Zahl Krebserkrankungen der anderen Brust nicht berücksichtigt sind. Erhöht ist das Risiko vor allem für Darmkrebs, Lymphome, schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom), Gebärmutterkörperkrebs und Nierenkrebs.

Als besondere Risikofaktoren stellten sich ein junges Lebensalter bei der Brustkrebsdiagnose, ein hoher Body Mass Index (BMI) als Zeichen für Übergewicht und Rauchen heraus. Weniger häufig hingegen erkrankten Frauen an einer zweiten Krebserkrankung, die bei der Brustkrebsdiagnose bereits die Wechseljahre hinter sich hatten, und Frauen, die mindestens ein Kind geboren hatten.

 

Quelle:

Ricceri, F. et al.: Risk of second primary malignancies in women with breast cancer: Results from the European prospective investigation into cancer and nutrition (EPIC). International Journal of Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 13. Februar 2015, DOI: 10.1002/ijc.29462

(kvk)

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Aktualisiert am: 21.09.2017 16:40