Krebs bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Langzeitüberleben verbessert

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Die Verbesserungen betreffen allerdings nicht alle Krebsarten gleichermaßen.

Die Therapien bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Krebserkrankungen haben sich in den letzten Jahrzehnten verbessert, sodass auch die Überlebensaussichten deutlich gestiegen sind. Dies gilt grundsätzlich auch für das Langzeitüberleben, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute berichteten.

In der Studie werteten die Forscher die Daten von 282.969 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 39 Jahren aus, die im Zeitraum 1975 bis 2011 an Krebs erkrankten und die Diagnose mindestens fünf Jahre überlebten. Untersucht wurde, wie es um die Sterblichkeit fünf bis zehn Jahre nach der Krebsdiagnose bestellt war. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass diese Sterblichkeit – wobei alle Todesursachen einbezogen wurden – vom Zeitraum 1975-1984 bis zum Zeitraum 2005-2011 um rund acht Prozent gesunken war. Dies ging den Berechnungen zufolge wesentlich auf einen Rückgang der Sterblichkeit an der Krebserkrankung selbst zurück.

Allerdings gab es auch Krebserkrankungen, bei denen die Verbesserungen in der Langzeitprognose nur gering ausfielen: Darmkrebs, Knochenkrebs, Sarkome, Gebärmutterhalskrebs, Gebärmutterkrebs und Blasenkrebs.

Nicht bei allen Krebsarten konnte die krebsbedingte Langzeitsterblichkeit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen gesenkt werden, so die Zusammenfassung der Studienautoren. Weitere Anstrengungen sind nötig, um die Aussichten noch weiter zu verbessern.

 

Quelle:

Anderson C & Nichols HB. Trends in Late Mortality Among Adolescent and Young Adult Cancer Survivors. Journal of the National Cancer Institute 2020, 112(10):994–1002

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 04.12.2020 14:45