Kopf-Halstumoren: Bei Beschwerden rasch den Arzt aufsuchen

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Wissenschaftler untersuchten, wieviel Zeit bei bösartigen Kopf-Halstumoren zwischen Symptomen und dem ersten Arztbesuch vergeht.

Kopf-Halstumoren werden nicht selten erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, was die Heilungschancen verschlechtert. Wissenschaftler wollten herausfinden, wie rasch die Patienten, wenn sie die ersten Symptome verspüren, einen Arzt aufsuchen. Die Ergebnisse ihrer Befragung veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift Acta Oncologica.

Befragt wurden 142 Patienten mit Kopf-Halstumoren, die in den Jahren 2016 und 2017 an einem Zentrum behandelt worden waren. Wie sich zeigte, suchten drei Viertel der Befragten nach ersten Symptomen innerhalb von drei Monaten einen Arzt auf. Die Beschwerden wurden von den Betroffenen in ihrer Dringlichkeit für einen Arztbesuch offenbar unterschiedlich bewertet. So dauerte es bei Heiserkeit oder Atmungsschwierigkeiten eher länger, bis ein Arzt aufgesucht wurde, während das Gefühl eines Kloßes im Hals und Schluckbeschwerden die Konsultation beim Arzt beschleunigten.

In der Mehrheit, so die Studienautoren, suchten die befragten Patienten bei Symptomen ohne größere Verzögerungen Hilfe bei ihrem Arzt. Dennoch sei bei einigen Patienten enorme Zeit zwischen dem Auftreten von Beschwerden und dem ersten Arztbesuch vergangen. Diese Zeit zu verkürzen, könne womöglich die Heilungschancen und die Prognose der Betroffenen verbessern. 

 

Quelle:

Nieminen M et al. Causes for delay before specialist consultation in head and neck cancer. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 24. August 2018, https://doi.org/10.1080/0284186X.2018.1497297

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 21.09.2018 13:53