Kompressionsärmel zur Vorbeugung von Lymphödem nach Brustkrebsoperation

Nachricht vom 11.02.2022

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Offenbar kann durch die Anwendung von Kompressionsärmeln der Entstehung von Lymphödemen entgegengewirkt werden.

Wenn Frauen im ersten Jahr nach einer Brustkrebsoperation ein hohes Risiko für ein Lymphödem in den Armen haben, kann es ihnen helfen, vorbeugend Kompressionsärmel anzuziehen. Dies vermag das Anschwellen der Arme zu verhindern, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology berichteten.

An der Studie beteiligten sich 307 Frauen, die wegen einer Brustkrebserkrankung operiert wurden. Bei diesem Eingriff wurden auch die Lymphknoten in der Achselhöhle entfernt, weil eine Beteiligung wahrscheinlich war. Deshalb hatten die Patientinnen anschließend ein erhöhtes Risiko für Lymphödeme in den Armen. Ein Teil von ihnen bekam für bis zu drei Monate nach der unterstützenden (adjuvanten) Therapie Kompressionsärmel, die anderen nicht.

Die Messungen ergaben, dass das Tragen der Kompressionsärmel vor dem Lymphödem schützte: Deutlich weniger Frauen in der Kompressionsgruppe erlitten Schwellungen in den Armen, auch verzögerte sich das Auftreten von Lymphödemen in dieser Gruppe. Die Patientinnen, die Kompressionsärmel anwendeten, fühlten sich dadurch in ihrer Lebensqualität nicht beeinträchtigt.

Im ersten Jahr nach der Brustkrebsoperation kann das Tragen von Kompressionsärmeln der Entstehung von Lymphödemen vorbeugen, so die Zusammenfassung der Studienautoren. 

 

Quelle:

Paramanandam VS et al. Prophylactic Use of Compression Sleeves Reduces the Incidence of Arm Swelling in Women at High Risk of Breast Cancer–Related Lymphedema: A Randomized Controlled Trial. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 2. Februar 2022, DOI: 10.1200/JCO.21.02567

 

(kvk)

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