Kombinierte Immuntherapie bei fortgeschrittenem malignem Melanom

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Die Überlebensaussichten sind langfristig besser als bei Einzelimmuntherapie. 

Eine kombinierte Immuntherapie mit einem anti-PD-1-Antikörper und anti-CTLA-4-Antikörper kann bei Patienten mit fortgeschrittenem malignem Melanom die Überlebensaussichten verbessern. Dies bestätigte sich jetzt in der längerfristigen Beobachtung, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine berichteten. 

In der Studie hatten Patienten mit bis dato unbehandeltem fortgeschrittenem Melanom eines von drei Immuntherapieregimen erhalten: Entweder eine Kombination eines PD1-Checkpointblockers plus anti-CTLA-4-Antikörpers, gefolgt von dem PD1-Checkpointblocker allein, den PD1-Checkpointblocker plus ein Scheinmedikament (Placebo) oder den anti-CTLA-4-Antikörper plus Placebo. 

Nach fünf Jahren waren in der Kombinationsgruppe mit PD1-Checkpointblocker und anti-CTLA-4-Antikörper noch etwas mehr als die Hälfte der Patienten am Leben, in der PD1-Checkpointblockergruppe waren es 44 Prozent, in der anti-CTLA-4-Antikörpergruppe gut ein Viertel. Die Lebensqualität war infolge der Doppeltherapie im Vergleich zu den beiden anderen Therapiegruppen offenbar nicht beeinträchtigt. Auch traten keine Spätkomplikationen der Immuntherapie auf.

Damit, so die Studienautoren, habe sich bei Patienten mit fortgeschrittenem malignem Melanom die bessere Wirksamkeit einer Kombinationsimmuntherapie mit PD1- und CTLA-4-Blockade gegenüber der Einzelimmuntherapie in der Erstbehandlung auch langfristig bestätigt. 

 

Quelle:

Larkin J et al. Five-Year Survival with Combined Nivolumab and Ipilimumab in Advanced Melanoma. New England Journal of Medicine, Onlinevorabveröffentlichung am 28. September 2019, DOI: 10.1056/NEJMoa1910836

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 12.11.2019 22:37