Kombinationstherapie bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs mit Lebermetastasen

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Eine Kombination aus Immuntherapie, Angiogenesehemmung und Chemotherapie kann die Überlebensaussichten verbessern.

Bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs kann eine Kombinationstherapie aus Immuntherapie mit einem PD-L1-Blocker, einem Angiogenesehemmer und Chemotherapie die Überlebensaussichten verbessern. Dies gilt auch für Patienten, bei denen sich der Tumor mit Tochtergeschwülsten, sogenannten Metastasen, bereits in die Leber ausgebreitet hat. Darüber berichteten Wissenschaftler auf der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft für Onkologie (ASCO).

An der Studie hatten insgesamt 1.202 Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs teilgenommen. Sie erhielten eine Kombinationstherapie mit einem PD-L1-Blocker, einem Angiogenesehemmer und Chemotherapie, in zwei Kontrollgruppen den PD-L1-Blocker und Chemotherapie oder den Angiogenesehemmer und Chemotherapie allein. 162 Patienten wiesen bereits Lebermetastasen auf. 

Im Vergleich zur Behandlung mit dem Angiogenesehemmer und Chemotherapie allein verbesserten sich durch die Zugabe des PD-L1-Blockers das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, und das Gesamtüberleben. Das Risiko, an der Erkrankung zu sterben, sank bei den Patienten mit Lebermetastasen infolge der zusätzlichen Immuntherapie um 48%. Damit, so die Studienautoren, habe sich die Kombinationstherapie als wirksame neue Option für diese Patientengruppe herausgestellt.

 

Quelle:

Socinski MA et al. IMpower150: Analysis of efficacy in patients (pts) with liver metastases (mets). Journal of Clinical Oncology 2019, 37(15_suppl):9012

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 23.08.2019 15:31