Kombinationstherapie bei multiplem Myelom

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Wenn ein multiples Myelom wiederkehrt oder nicht mehr auf die bisherigen Therapien anspricht, kann eine Dreifachkombination von Wirkstoffen Überlebensvorteile bringen. 

Patienten mit wiedergekehrtem oder nicht ansprechendem multiplem Myelom können davon profitieren, wenn sie mit einer Kombinationstherapie aus einem Proteasomhemmer, einem Immunmodulator und einem Glukokortikoid behandelt werden. Das zeigen die abschließenden Ergebnisse der internationalen Phase III-Studie TOURMALINE-MM1, die in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology veröffentlicht wurden.

Die Studienteilnehmer wurden mit einer Kombination aus Immunmodulator und Glukokortikoid behandelt und erhielten außerdem noch entweder einen Proteasomhemmer oder ein Scheinmedikament (Placebo). Durch den zusätzlichen Einsatz des Proteasomhemmers konnte das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, signifikant verlängert werden. Im Gesamtüberleben zeigte sich zwar numerisch ebenfalls ein Vorteil, allerdings war er nicht signifikant. 

Die Studienautoren berichteten, dass niemals zuvor in einer Phase III-Studie solch lange Gesamtüberlebenszeiten von rund viereinhalb Jahren bei wiedergekehrtem oder nicht ansprechendem multiplem Myelom erreicht worden seien. Einige Untergruppen von Patienten könnten womöglich mehr von der Therapie profitieren als andere. Dies gilt es allerdings noch weiter zu klären.

 

Quelle:

Richardson PG et al. Sorafenib is associated with a reduced rate of tumour growth and liver function deterioration in HCV-induced hepatocellular carcinoma. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 11. Juni 2021, DOI https://doi.org/10.1200/JCO.21.00972

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 26.10.2021 09:17