Kombinationstherapie bei Leberkrebs

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Wenn die Pfortader betroffen ist, kann eine bestimmte Kombinationstherapie womöglich Überlebensvorteile bringen.

Wenn bei Patienten mit Leberkrebs die Pfortader (Portalvene) der Leber befallen ist, kann sich eine Kombinationstherapie mit dem Proteinkinaseinblocker Sorafenib und einer Chemotherapie über die Leberarterie vorteilhaft auswirken. Das berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift JAMA Oncology.

An der Studie nahmen 247 Patienten mit Leberkrebs teil, bei denen sich der Tumor in die Pfortader ausgebreitet hatte. Über dieses Blutgefäß wird sauerstoffarmes, nährstoffreiches Blut in die Leber transportiert. Ein Befall wirkt sich ungünstig auf die Prognose aus. Die Patienten erhielten in der Studie eine Behandlung mit Sorafenib und einer Chemotherapie über die Leberarterie oder Sorafenib allein.

Die kombinierte Therapie führte zu einer höheren Ansprechrate als die alleinige Sorafenibtherapie, und die Zeit, bis die Krankheit weiter voranschritt, konnte dadurch im Vergleich verlängert werden. Allerdings traten auch mehr Nebenwirkungen Grad 3 oder 4 auf, wie eine Verringerung weißer Blutzellen und der Blutplättchen sowie Erbrechen, denen mit geeigneten Maßnahmen begegnet werden konnte.

Nach Ansicht der Studienautoren sei bei Patienten mit Leberkrebs, der sich in die Pfortader ausgebreitet hat, die Kombinationstherapie mit Sorafenib und Chemotherapie über die Leberarterie eine gute Option, weil sie Überlebensvorteile bringen kann.

 

Quelle:

He M et al. Sorafenib Plus Hepatic Arterial Infusion of Oxaliplatin, Fluorouracil, and Leucovorin vs Sorafenib Alone for Hepatocellular Carcinoma With Portal Vein Invasion. A Randomized Clinical Trial. JAMA Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 9. Mai 2019, doi:10.1001/jamaoncol.2019.0250

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 22.08.2019 17:45