Kombinationstherapie bei fortgeschrittenem Nierenzellkrebs

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Eine Kombination aus Multikinasehemmer und Immuntherapie verbessert die Überlebensaussichten.

Wenn Nierenkrebs bereits weit fortgeschritten ist, empfiehlt es sich, verschiedene Therapien miteinander zu kombinieren, um bei der Behandlung eine möglichst hohe Intensität zu erreichen. Dies kann offenbar mit einer Kombination eines Multikinasehemmers mit einem Immuncheckpoint-PD-1-Hemmer gelingen, wie aus einem Studienbericht in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine hervorgeht.

1.069 Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom nahmen an der Phase III-Studie teil. Sie hatten zuvor noch keine systemische, also im ganzen Körper wirkende Therapie erhalten. Nun erhielten sie eine Kombination aus Multikinasehemmer und PD-1-Blocker oder einen bislang üblichen Tyrosinkinasehemmer.

Tatsächlich konnten die Überlebensaussichten der Patienten durch die neue Kombinationstherapie verbessert werden: Das Überleben, bis die Krankheit weiter voranschritt, verlängerte sich signifikant, ebenso das Gesamtüberleben.

Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkrebs können von einer Kombination aus Multikinasehemmung und Immuntherapie mit einem PD-1-Blocker profitieren, so die Schlussfolgerung der Studienautoren.

 

Quelle:

Motzer R et al. Lenvatinib plus Pembrolizumab or Everolimus for Advanced Renal Cell Carcinoma. New England Journal of Medicine, Onlinevorabveröffentlichung am 13. Februar 2021, DOI: 10.1056/NEJMoa2035716

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 15.04.2021 16:21