Kombinationstherapie bei fortgeschrittenem Nierenkrebs

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Ist offenbar wirksamer als ein Tyrosinkinasehemmer allein. 

Bei fortgeschrittenem Nierenkrebs kann es sich für die Patienten lohnen, eine Kombinationstherapie mit einem Tyrosinkinasehemmer und einem Immuncheckpoint-PD1-Blocker durchzuführen. Dies berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine.

An der Phase III-Studie beteiligten sich 1.096 Patienten ab 18 Jahren, die an fortgeschrittenem Nierenkrebs erkrankt waren. Sie hatten zuvor noch keine systemische, also im ganzen Körper wirkende Therapie erhalten. Nach dem Zufallsprinzip einer Therapiegruppe zugeordnet, wurden sie mit einer Kombination aus Tyrosinkinasehemmer und einem Immuncheckpoint-PD1-Blocker, aus Tyrosinkinasehemmer und einem mTOR-Blocker oder einem anderen bereits bewährten Tyrosinkinasehemmer allein behandelt. 

Unter der Kombination aus Tyrosinkinasehemmer und Immuncheckpoint-PD1-Blocker war das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, signifikant länger als unter der Therapie mit dem bereits bewährten Tyrosinkinasehemmer. Auch das Gesamtüberleben war signifikant besser. Die Kombination aus Tyrosinkinasehemmer und mTOR-Blocker verlängerte zwar das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, signifikant mehr als der Tyrosinkinasehemmer allein, beim Gesamtüberleben jedoch gab es zwischen diesen beiden Gruppen keinen signifikanten Unterschied.

Die Häufigkeit von schweren Nebenwirkungen war in allen drei Gruppen vergleichbar. Damit habe sich die Kombination aus Tyrosinkinasehemmer und PD1-Blocker bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkrebs der Therapie mit einem bereits bewährten Tyrosinkinasehemmer allein als überlegen herausgestellt, so die Zusammenfassung der Studienautoren und stehe als neue Option zur Verfügung.

 

Quelle:

Motzer R et al. Lenvatinib plus Pembrolizumab or Everolimus for Advanced Renal Cell Carcinoma. New England Journal of Medicine 2021; 384:1289-300

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 23.09.2021 17:28