Kombinationstherapie bei fortgeschrittenem Nierenkrebs

Nachricht vom 18. Januar 2022

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Auch für das Befinden der Patienten gut.

In der jüngeren Vergangenheit hatte sich gezeigt, dass Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkrebs von einer Erstbehandlung mit einer Kombination aus Immuntherapie mit einem Checkpoint-PD1-Blocker und einem Multikinasehemmer profitieren. Offenbar verbessert sich durch diese Behandlung im Vergleich zur Therapie mit einem älteren Multikinasehemmer allein auch das subjektive Befinden der Patienten. Dies geht aus dem neuesten Bericht zur CheckMate 9ER-Studie hervor, der in der Fachzeitschrift Lancet Oncology veröffentlicht wurde.

An der Studie beteiligten sich an 125 Zentren in 18 Ländern mehr als 600 Patienten ab 18 Jahren mit fortgeschrittenem Nierenkrebs. Keiner hatte bis dato eine Krebstherapie erhalten. Nun bekamen sie in der Ersttherapie entweder einen Immuncheckpoint-PD1-Blocker und einen Multikinasehemmer oder einen bereits älteren erprobten Multikinasehemmer allein.

Die frühere Datenauswertung hatte ergeben, dass durch die Kombinationstherapie das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, verlängert wurde. Auch die Patienten selbst spürten Vorteile, wie die aktuelle Analyse erbrachte. So war das Risiko, dass im Laufe der Behandlung bzw. Erkrankung belastende Symptome auftauchten, unter der Kombinationstherapie deutlich geringer als unter der Einzeltherapie mit dem älteren Multikinasehemmer. Es dauerte also signifikant länger, bis sich der Zustand der Patienten durch die Erkrankung verschlechterte.

Damit, so die Studienautoren, habe sich die Kombination aus Immuncheckpointhemmer und Multikinasehemmer auch in der subjektiven Wahrnehmung der Patienten als vorteilhaft herausgestellt.

 

Quelle:

Cella D et al. Patient-reported outcomes with first-line nivolumab plus cabozantinib versus sunitinib in patients with advanced renal cell carcinoma treated in CheckMate 9ER: an open-label, randomised, phase 3 trial. Lancet Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 12. Januar 2022, DOI:https://doi.org/10.1016/S1470-2045(21)00693-8

 

(kvk)

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