Kombinationstherapie bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Tyrosinkinasehemmer plus Chemotherapie kann vorteilhaft sein.

Bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, bei dem eine bestimmte genetische Veränderung vorliegt, kann es vorteilhaft sein, die Tyrosinkinasehemmertherapie mit einer Chemotherapie zu kombinieren. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology hervor.

An der Studie nahmen 345 Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs teil, bei denen in den Krebszellen eine Veränderung im sogenannten epithelialen Wachstumsfaktor-Rezeptor (EGFR) nachgewiesen wurde. Bei allen war der Tumor entweder fortgeschritten im Stadium IIIB oder IV oder er war nach einer vorherigen Therapie zurückgekehrt. Sie erhielten entweder nur einen Tyrosinkinasehemmer oder eine Kombination mit einem Tyrosinkinasehemmer und Chemotherapie. 

In der Kombinationsgruppe dauerte es signifikant länger, bis die Krankheit weiter voranschritt. Auch die Gesamtüberlebenszeit war in der Gruppe der mit Tyrosinkinasehemmer und Chemotherapie Behandelten signifikant länger. Allerdings traten in der Kombinationsgruppe auch mehr Nebenwirkungen Grad 3 auf. Bezüglich der Lebensqualität gab es keine Unterschiede zwischen den Gruppen.

Mithilfe einer Kombination von Tyrosinkinasehemmer und Chemotherapie könne der Zeitpunkt, an dem die Krankheit weiter voranschreitet, hinausgezögert werden, so die Schlussfolgerung der Studienautoren. 

 

Quelle:

Hosomi Y et al. Gefitinib Alone Versus Gefitinib Plus Chemotherapy for Non–Small-Cell Lung Cancer With Mutated Epidermal Growth Factor Receptor: NEJ009 Study. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 4. November 2019, DOI: 10.1200/JCO.19.01488

 

(KvK)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

Zurück

Aktualisiert am: 11.12.2019 18:21