Kombinationstherapie bei älteren Patienten mit Mantelzelllymphom

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Eine Kombination aus Tyrosinkinasehemmer und Anti-CD20-Antikörper kann unter Umständen vorteilhaft sein.

Ältere Patienten, die an einem Mantelzelllymphom erkrankt sind, profitieren offenbar von einer chemotherapiefreien Therapie mit einem Tyrosinkinasehemmer und Anti-CD20-Antikörper. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology.

An der Studie nahmen Patienten ab 65 Jahren teil, die an einem Mantelzelllymphom erkrankt waren. Sie erhielten zunächst bis zu zwei Jahre lang eine Kombinationstherapie mit einem Tyrosinkinasehemmer und einem Anti-CD20-Antikörper, anschließend den Tyrosinkinasehemmer allein. 96 Prozent von ihnen sprachen auf die Behandlung an, fast drei Viertel sogar mit einem kompletten Ansprechen. Nach drei Jahren waren 94 Prozent der Patienten noch am Leben, bei 87 Prozent war die Erkrankung nicht weiter vorangeschritten. 

Insgesamt wurde die Therapie von den Teilnehmern gut vertragen. Allerdings traten Herzrhythmusstörungen häufiger auf. Die Studienautoren empfehlen deshalb, bei einer Anwendung der Kombination aus Tyrosinkinasehemmer und Anti-CD20-Antikörper bei älteren Patienten mit Mantelzelllymphom die bestehenden Herzkreislaufrisiken im Vorfeld zu evaluieren und die Patienten während der Therapie gut zu überwachen.

 

Quelle:

Jain P et al. Ibrutinib With Rituximab in First-Line Treatment of Older Patients With Mantle Cell Lymphoma. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 19. November 2021, DOI: 10.1200/JCO.21.01797

 

(KvK)

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