Kombinationsimmuntherapie bei fortgeschrittenem Darmkrebs

Nachricht vom 24.10.2022

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Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein langes und stabiles Ansprechen erreicht werden.

Eine Kombinationsimmuntherapie mit einem PD1-Blocker und einem CTLA-4-Blocker kann bei Patienten mit metastasiertem Darmkrebs, der bestimmte Veränderungen in den Krebszellen, eine sogenannte Mikrosatelliteninstabilität (MSI-high, auch MSI-H) beziehungsweise Mismatch-Repair-Defizienz (dMMR), aufweist, ein gutes und stabiles Ansprechen erreichen. Das hatte sich in der Phase II-Studie CheckMate 142 bereits in den ersten Ergebnissen angedeutet. Nun wurden in der Fachzeitschrift Annals of Oncology die Ergebnisse aus der Studie nach vierjähriger Beobachtung publiziert.

119 Patienten wurden in der Studie mit einer Kombination aus PD1-Blocker und CTLA-4-Blocker in vier Zyklen alle drei Wochen behandelt und erhielten anschließend alle zwei Wochen den PD1-Blocker allein - so lange, bis der Tumor wieder voranschritt. Drei Viertel der Patienten hatten bereits zwei andere Therapien hinter sich. Nach vier Jahren hatten insgesamt zwei Drittel der Patienten auf die Behandlung angesprochen. Ca. die Hälfte der Patienten sprach teilweise auf die Behandlung an, 13% sogar mit einer kompletten Response. Bei 21% der Patienten konnte die Krankheit durch die Behandlung immerhin stabilisiert werden.

Wenn der Tumor auf die Kombinationstherapie ansprach, hielt dieser Zustand lange an. Knapp ein Drittel der Patienten erlitt Nebenwirkungen Grad 3-4. Nach Ansicht der Studienautoren haben sich die gute Wirksamkeit und vergleichsweise gute Verträglichkeit einer Kombinationstherapie mit PD1- und CTLA-4-Blocker bei metastasiertem Darmkrebs mit MSI-H/dMMR damit bestätigt.

 

Quelle:

André T et al. Nivolumab plus low-dose ipilimumab in previously treated patients with microsatellite instability-high/mismatch repair-deficient metastatic colorectal cancer: 4-year follow-up from CheckMate 142. Annals of Oncology 2022, 33(10):1052-60

 

(KvK)

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