Kombinationschemotherapie nach der Operation bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Nachricht vom 19.09.2022

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Gegenüber der Therapie mit nur einem Wirkstoff mit Überlebensvorteilen im Langzeitüberleben.

Bei Patienten mit operablem Bauchspeicheldrüsenkrebs verlängert eine unterstützende, sogenannte adjuvante Chemotherapie mit einer Kombination aus verschiedenen Wirkstoffen, die in den vergangenen Jahren zum Standard geworden ist, im Vergleich zur Chemotherapie mit nur einem Wirkstoff die Überlebensaussichten. Das geht aus der Langzeitauswertung einer Studie aus Kanada hervor, die in der Fachzeitschrift JAMA Oncology veröffentlicht wurde.

An der Phase III-Studie hatten sich 493 Patienten zwischen 18 und 79 Jahren mit einem duktalen Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse beteiligt. Sie wurden operiert, wobei der Tumor vollständig oder fast vollständig entfernt werden konnte. Anschließend erhielten sie eine unterstützende adjuvante Chemotherapie mit entweder einer Kombination von vier Wirkstoffen oder einem einzelnen Wirkstoff.

Nach fünf Jahren war das krankheitsfreie Überleben unter den Patienten, die eine Kombinationstherapie erhalten hatten, signifikant besser als unter den Patienten, die nur mit dem einzelnen Wirkstoff behandelt worden waren. Und auch das Gesamtüberleben, das metastasenfreie Überleben und das krebsspezifische Überleben waren in der Kombinationstherapiegruppe besser.

In der Analyse erwies sich die adjuvante Kombinationschemotherapie neben dem Tumorstadium und Tumorgrad als ein wichtiger Einflussfaktor für die Prognose. Mit dieser Langzeitbeobachtung wurde die gute Wirksamkeit der adjuvanten Kombinationschemotherapie bei Patienten mit operablem duktalem Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse bestätigt, so die Studienautoren in ihrer Bewertung.

 

Quelle:

Conroy T et al. Five-Year Outcomes of FOLFIRINOX vs Gemcitabine as Adjuvant Therapy for Pancreatic Cancer. A Randomized Clinical Trial. JAMA Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 1. September 2022, doi:10.1001/jamaoncol.2022.3829

 

(KvK)

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