Körperliche Bewegung verbessert die Prognose bei Darmkrebs

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Einer Studie zufolge zahlen sich sportliche Aktivitäten kurz vor und nach einer Darmkrebsdiagnose aus.

Schon mehrmals hat sich in der Vergangenheit in Studien gezeigt, dass vermehrte körperliche Bewegung das Risiko für Darmkrebs senken und im Falle einer solchen Erkrankung womöglich sogar die Prognose verbessern kann. Nun untersuchten Wissenschaftler, wie es sich mit körperlichen Aktivitäten in der Zeit rund um eine Darmkrebsdiagnose verhält. Über ihre Ergebnisse berichteten sie in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention.

Die Teilnehmer der Studie litten an Darmkrebs im Stadium III. Sie wurden vor Beginn ihrer Behandlung mit Chemotherapie bzw. Chemotherapie und dem Antikörper Cetuximab zu ihren täglichen Aktivitäten und der Teilnahme an sportlichem Training befragt. 

Drei Viertel der Befragten bestätigte körperliche Aktivitäten innerhalb des letzten Zeit vor der Darmkrebsdiagnose. Patienten, die häufiger als einmal im Monat Sport trieben, hatten ein besseres krankheitsfreies Überleben und Gesamtüberleben. Vor allem Patienten mit einem Tumor im Stadium T3 oder T4 profitierten von körperlichen Aktivitäten mit besseren Überlebensaussichten.

Offenbar, so die Schlussfolgerung der Studienautoren, seien vermehrte körperliche Aktivitäten rund um eine Darmkrebsdiagnose mit einer besseren Prognose bei dieser Erkrankung verbunden. Dies bestätige die Vermutung, dass Sport auch für Darmkrebspatienten empfohlen werden könne, um die Überlebensaussichten zu verbessern. 

 

Quelle:

Phipps A I et al. Physical activity and outcomes in patients with stage III colon cancer: A correlative analysis of phase III trial NCCTG N0147 (Alliance). Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 21. März 2018, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-17-0769

 

(kvk)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

 

Zurück

Aktualisiert am: 20.06.2018 21:06