Körperliche Bewegung bei familiärer Vorgeschichte an Brustkrebs

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Lässt sich das eigene Erkrankungsrisiko durch sportliche Aktivitäten senken?

Seit längerem ist bekannt, dass regelmäßige körperliche Aktivität das Risiko für Brustkrebs senken kann. Doch wie verhält es sich bei Frauen, die eine familiäre Vorbelastung für die Erkrankung mitbringen? Darüber berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention.

An der Studie nahmen 50.884 Frauen teil, die eine an Brustkrebs erkrankte Schwester und damit eine familiäre Vorbelastung für die Erkrankung hatten, selbst jedoch zum Zeitpunkt der Aufnahme in die Studie noch nicht an Brustkrebs erkrankt waren. Sie wurden unter anderem zu ihren körperlichen Aktivitäten in den zwölf Monaten vor Studienbeginn befragt. 

Im Laufe der folgenden durchschnittlich achteinhalb Beobachtungsjahre traten 3.023 Fälle von Brustkrebs bei den Teilnehmerinnen auf. Dabei hatten Frauen, die sich - gemessen in Bewegungsstunden und Energieverbrauch pro Woche - körperlich viel bewegten, gegenüber denen, die sich wenig bewegten, ein geringeres Risiko, nach den Wechseljahren an Brustkrebs zu erkranken. Auf die Häufigkeit von Brustkrebs vor den Wechseljahren allerdings hatte das Ausmaß der körperlichen Bewegung keinen positiven Einfluss. Ebenso hatte es keinen Einfluss, wie groß die familiäre Vorbelastung war, also ob noch mehr Verwandte ersten Grades an Brustkrebs erkrankt waren, in welchem Alter die Erkrankung aufgetreten war und ähnliches.

Dies, so die Studienautoren, sei die erste Studie gewesen, die sich damit beschäftigt hatte, ob auch bei Frauen mit familiärer Vorbelastung für Brustkrebs eine Vorbeugung durch körperliche Bewegung möglich ist. Weitere Untersuchungen dazu müssten folgen, um zu belastbaren Erkenntnissen zu gelangen.

 

Quelle:

Niehoff N M et al. Adult Physical Activity and Breast Cancer Risk in Women with a Family History of Breast Cancer. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 2. Januar 2019, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-18-0674

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 18.01.2019 11:01