Knochenkrebs: Wo der Tumor sitzt

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Bei Osteosarkomen spielt die Lage des Tumors für die Prognose eine Rolle.

Bei bösartigen Tumoren, sogenannten Osteosarkomen, der langen Röhrenknochen spielt der Sitz des Tumors eine Rolle für die Prognose: Je größer die Nähe zum Rumpf ist, desto ungünstiger sind die Überlebensaussichten. Darüber berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Acta Oncologica.

Die Forscher werteten rückblickend die Daten von 153 Patienten aus, die an einem hochgradigen Osteosarkom der langen Röhrenknochen (Oberschenkel-, Oberarm- oder Schienbeinknochen), des Beckens oder der Wirbelsäule erkrankt waren. Alle hatten sich im Vorfeld der Operation einer unterstützenden (neoadjuvanten) Chemotherapie unterzogen. 

Sogenannte proximale Tumoren, also Tumoren, die rumpfnah gelegen waren, gingen mit einer schlechteren Prognose einher, auch wenn andere mögliche Einflussfaktoren wie Tumorstadium, Ansprechen auf die Chemotherapie, Operationserfolg (Resektionsränder) und Gewebetyp des Tumors berücksichtigt wurden. Rumpfnahe Tumoren des Oberschenkels, Oberarms und Schienbeins erwiesen sich in der Analyse als unabhängige Risikofaktoren für einen ungünstigen Krankheitsverlauf mit tödlichem Ausgang. Auf die Zeit bis zum Wiederauftreten des Tumors nach erfolgter Operation gab es diesen Einfluss nicht.

 

Quelle:

Catesa, J. M. M. & Schoenecker, J. G.: Proximal location in extremity long bones is a poor prognostic factor for osteosarcoma: A retrospective cohort study of 153 patients. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 4. Mai 2016, DOI:10.3109/0284186X.2016.1156740

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 24.05.2017 09:31