Knochen- und Weichteilkrebs bei Erwachsenen

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Die Überlebensaussichten haben sich verbessert.

Noch in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre überlebten weniger als 60 Prozent der Patienten mit Knochen- oder Weichteilkrebs in Europa die ersten fünf Jahre nach der Diagnose. Dies hat sich in der ersten Dekade nach der Jahrtausendwende verbessert, wie einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology zu entnehmen ist.

In der Studie stützten sich die Wissenschaftler auf die Daten aus 87 bevölkerungsbasierten Krebsregistern in 29 europäischen Ländern aus den Jahren 2000 bis 2007. Dabei lag das relative Fünf-Jahresüberleben bei Erwachsenen mit Weichteilkrebs über den gesamten Zeitraum bei 60 Prozent, bei Erwachsenen mit Knochenkrebs bei 53 Prozent. Die Überlebenszahlen variierten vor allem bei Knochenkrebs zwischen verschiedenen europäischen Regionen deutlich, von 39 Prozent in Osteuropa bis 63 Prozent in Nord- und Mitteleuropa. 

Die Überlebensraten nahmen insbesondere bei Knochenkrebs mit zunehmendem Alter bei der Diagnose ab. Bei beiden Krebsarten zeigten sich im Zeitraum 2000-2004 gegenüber den 1990 Jahren nur wenig geänderte Überlebensraten. Im Zeitraum 2005-2007 hingegen stiegen die Überlebensraten um drei bis vier Prozent an.

Seit etwa 2005 haben sich die Überlebensaussichten für Erwachsene mit Knochen- oder Weichteilkrebs in Europa verbessert, so die Schlussfolgerung der Studienautoren. Weitere Verbesserungen seien für die Folgejahre zu erwarten, da neue Therapien entwickelt wurden. 

 

Quelle:

Stiller C A et al. Survival of adults with cancers of bone or soft tissue in Europe—Report from the EUROCARE-5 study. Cancer Epidemiology 2018, 56:146-53

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 20.09.2019 16:20