Klarzelliger Nierenkrebs: Immuntherapie nach der Operation kann Leben verlängern

Nachricht vom 26.04.2024

Angaben zum Autor und Erstelldatum finden Sie am Ende des Beitrages.

Wenn ein erhöhtes Rückfallrisiko besteht, kann eine adjuvante Immuntherapie Überlebensvorteile bringen.

In manchen Fällen besteht bei klarzelligem Nierenkrebs nach der Operation ein erhöhtes Risiko für einen Rückfall. In diesem Falle kann eine unterstützende, adjuvante Immuntherapie mit einem bestimmten Immun-PD1-Checkpointblocker das krankheitsfreie Überleben verbessern, wie sich in der KEYNOTE-564-Studie gezeigt hatte. Und tatsächlich wird auch das Gesamtüberleben durch diese zusätzliche Therapie verlängert. Das ergab nun die dritte geplante Zwischenanalyse der Studie, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden.

In dieser Studie erhielten 496 Patientinnen und Patienten nach der Operation eine adjuvante Immuntherapie mit dem PD1-Blocker und 498 Patientinnen und Patienten ein Scheinmedikament (Placebo). Bei allen lag ein klarzelliger Nierentumor mit erhöhtem Risiko für einen Rückfall vor. Nach fast fünfjähriger Beobachtungszeit hatte die Immuntherapiegruppe gegenüber der Placebogruppe wie schon in den Analysen zuvor einen Vorteil im krankheitsfreien Überleben. Außerdem zeigte sich für die Immuntherapiegruppe nun auch ein signifikanter Vorteil im Gesamtüberleben. Dies galt für alle Untergruppen, die zuvor aufgrund bestimmter Tumormerkmale festgelegt worden waren.

Die zusätzliche Immuntherapie war im Vergleich zur Placebogruppe mit einer erhöhten Rate an Nebenwirkungen und an Nebenwirkungen Grad 3 oder 4 verbunden. Todesfälle infolge der Therapie gab es allerdings nicht.

Offenbar führe bei klarzelligem Nierenkrebs mit erhöhtem Rückfallrisiko die adjuvante Immuntherapie mit dem PD1-Blocker im Anschluss an die Operation zu einer verlängerten Gesamtüberlebenszeit, so das Fazit der Studie.

 

Quelle:

Choueiri TK et al. Overall Survival with Adjuvant Pembrolizumab in Renal-Cell Carcinoma. New England Journal of Medicine 2024;390:1359-71

 

(KvK)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

Zurück

Zuletzt aufgerufen am: 22.07.2024 15:50