Kein Zusammenhang von Hepatitis B oder C und Bauchspeicheldrüsenkrebs

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In einer Studie aus Japan war die Infektion mit Hepatitis B oder C nicht mit einem erhöhten Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs verbunden.

Chronische Hepatitis B oder C ist zwar ein Risikofaktor für Leberzellkrebs, offenbar jedoch nicht für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dies geht aus den Ergebnissen einer Studie aus Japan in der Fachzeitschrift Epidemiology, Biomarkers and Prevention hervor.

In der Studie werteten Wissenschaftler die Daten von über 20.000 Patienten aus, die auf Hepatitis B und C untersucht und anschließend durchschnittlich 16 Jahre lang beobachtet worden waren. In insgesamt 324.394 Personenjahren kam es zu 116 Fällen von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Hinter der Maßzahl „Personenjahre“ verbirgt sich die Summe jedes einzelnen Jahres, das die Teilnehmer einer Studie unter Beobachtung stehen. Sie berücksichtigt also die unterschiedlichen Beobachtungszeiten für die einzelnen Probanden.

Teilnehmer, bei denen zu Beginn der Untersuchung eine Infektion mit Hepatitis B oder C diagnostiziert worden war, erkrankten nicht häufiger oder seltener an Bauchspeicheldrüsenkrebs als jene ohne Hepatitis-Infektion. Somit ließe sich kein Effekt der Hepatitis B- oder C-Infektion auf das Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko feststellen, lautete das Fazit der Studienautoren.

 

Quelle:

Abe, S. K. et al. Hepatitis B and C virus infection and risk of pancreatic cancer: A population-based cohort study (JPHC Study Cohort II). Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 29. Dezember 2015, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-15-1115

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 27.06.2017 17:13