Keimzelltumoren: Überlebensaussichten gestiegen

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Für Patienten mit metastasiertem Keimzelltumoren mit mittlerem bis hohem Risiko für einen ungünstigen Krankheitsverlauf, hat sich die Wahrscheinlichkeit, die Krankheit langfristig zu überleben, erhöht.

Für einige Patienten mit bösartigem Keimzelltumor, der sich bereits mit Metastasen in andere Organe ausgebreitet hat, haben sich die Überlebensaussichten in den letzten Jahrzehnten verbessert. Das geht aus einer Untersuchung in der Fachzeitschrift Annals of Oncology hervor.

Rückblickend wurden die Daten von 204 Patienten untersucht, die sich wegen eines metastasierten Keimzelltumors zwischen 1991 und 2016 einer Erstbehandlung mit Chemotherapie (Cisplatin/Etoposid) unterzogen. Anschließend fanden je nach Notwendigkeit weitere Therapien statt. Die Hälfte der Patienten war bei der Diagnose 32 Jahre oder älter, alle wurden durchschnittlich rund vier Jahre beobachtet.

Bei Patienten, die aufgrund bestimmter Tumoreigenschaften und klinischer Parameter ein hohes Risiko für eine ungünstige Prognose hatten, schritt die Krankheit oftmals weiter voran, ein Drittel von ihnen starb an den Folgen. Bei Patienten mit geringem bis intermediärem Risiko hingegen konnte die Krankheit häufig zum Stillstand gebracht werden.

Insgesamt, so die Studienautoren, verbesserte sich das krankheitsfreie Überleben der Patienten mit metastasiertem Keimzelltumor trotz moderner Chemotherapien nicht. Jedoch erhöhte sich für Patienten mit mittlerem und hohem Risiko die Chance, die Krankheit langfristig zu überleben. Dies gehe vermutlich auf die verbesserten weiterfolgenden Therapien nach einem ersten Therapieversagen zurück.

 

Quelle:

Fankhauser C D et al. Improved survival in metastatic germ-cell cancer. Annals of Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 17. November 2017, https://doi.org/10.1093/annonc/mdx741

 

(kvk)

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    Aktualisiert am: 13.12.2017 17:19