Ins Sonnenstudio: Wie oft?

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Die Antwort darauf entscheidet darüber, wie hoch das Risiko für Plattenepithelkarzinome der Haut ist.

Wer häufig ins Sonnenstudio geht, setzt sich einem erhöhten Risiko für Plattenepithelkarzinome der Haut aus, die zum hellen („weißen“) Hautkrebs zählen. Dies geht aus einer Studie aus Norwegen in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology hervor.

In der Studie wurden die Daten von 159.419 Frauen ausgewertet, die von 1991 bis 2015 begleitet worden waren. Die Frauen wurden bei ihrer Aufnahme in die Studie befragt, anschließend alle fünf bis sieben Jahre erneut. Dabei wurde etwa der Besuch von Sonnenstudios erfragt, die Gewohnheit zum Sonnenbaden im Freien und auch die Anzahl von Sonnenbränden. 

Frauen, die angaben, häufig im Sonnenstudio gewesen zu sein, hatten ein erhöhtes Risiko für Plattenepithelkarzinome der Haut. Dabei war das Risiko dosisabhängig, es nahm mit steigender Anzahl von Sonnenstudiobesuchen zu. Dies galt unabhängig davon, über wieviele Jahre die Anwendung künstlicher Sonne erfolgte (weniger oder mehr als zehn Jahre), und unabhängig davon, ab welchem Alter (vor oder nach dem 30. Lebensjahr) damit begonnen wurde. Keinen Zusammenhang gab es zwischen dem Alter beim ersten Besuch im Sonnenstudio und dem Alter bei der Diagnose eines Plattenepithelkarzinoms der Haut.

Die Ergebnisse der Studie unterstützen nach Ansicht der Studienautoren die Annahme, dass eine höhere Dosis künstlicher UV-Strahlen das Risiko für Plattenepithelkarzinome der Haut bei Frauen ansteigen lässt. Dabei komme es nicht darauf an, ab welchem Alter damit begonnen werde und wieviele Jahre die Besuche im Sonnenstudio erfolgen. Entscheidend sei vielmehr, wie oft und in welcher Intensität künstliche Sonnenbänke angewendet werden. 

 

Quelle:

Lergenmuller S et al. Association of Lifetime Indoor Tanning and Subsequent Risk of Cutaneous Squamous Cell Carcinoma. JAMA Dermatology, Onlinevorabveröffentlichung am 2. Oktober 2019, doi:10.1001/jamadermatol.2019.2681

 

(KvK)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

Zurück

Aktualisiert am: 11.12.2019 18:21